Drei Tage intensives Training im Landesleistungszentrum Heilbronn
02.08.2026
Von Sonntag bis Dienstag, 2. bis 4. August 2026, war der Regional- und Landeskader des Landesverbandes Baden-Württemberg zu Gast in der Kletterarena. Drei Tage lang standen intensive Boulder-Workstations, Lead-Simulationen und Speed-Training auf dem Programm. Trotz hochsommerlicher Temperaturen fanden die Athletinnen und Athleten optimale Bedingungen vor, um gezielt an Technik, Kraft und Wettkampfroutine zu arbeiten und sich auf die kommenden Herausforderungen der Saison vorzubereiten.
Den Auftakt machten am Sonntag die jüngsten Regionalkadermitglieder der Altersklassen U11 und U13. Nach einem gemeinsamen Come-together mit freier Bouldersession und anschließendem Grillen mit Lagerfeuer folgte am Montag ein vollständiger Trainingstag im Stationenbetrieb: In alters- und leistungshomogenen Kleingruppen rotierten die Kinder zwischen Athletikgrundlagen zu Schulterkraft und -ansteuerung, Zugschlinge und Körperspannung, Techniktraining an Boulder-Workstations, Onsight-Versuchen im Lead sowie Beta-Arbeit an der Speedwand.
Am Montagnachmittag stießen die Kaderathlet:innen der Altersklassen U15 bis U21 dazu. Auch hier begann der Lehrgang mit einer offenen Bouldersession und einem gemeinsamen Grillabend – gemeinsam mit den Eltern, die parallel einen Vortrag von Tobias Preisler zum Thema „Zwischen Druck und Vertrauen – Eltern als Schlüsselfaktor im Leistungssport" besuchen konnten. Der Dienstag war dann ganz dem disziplinspezifischen Training gewidmet: Die Athletinnen und Athleten konnten ihre Schwerpunkte selbst wählen und zwischen Athletikeinheiten zu Verletzungsprävention von Schulterverletzungen, Techniktraining an Boulder-Workstations, Wettkampfsimulationen im Lead mit direktem Feedback sowie Speedtraining wählen.
Jochen Perschmann reiste mit einem erfahrenen Trainerteam an, um die Nachwuchsathletinnen und -athleten bestmöglich zu unterstützen. Mit dabei waren Marvin Winkler (Landestrainer Athletik), Tobias Preisler (Bouldern), Sebastian Halenke (Lead), Dorian Zedler (Speed), sowie die Stützpunkttrainer:innen Oliver Gobin und Anke Hoffmann. Speziell für das Trainingslager wurden anspruchsvolle Routen und Boulder vorbereitet – darunter je eine Finaltour auf nationalem Niveau pro Altersklasse, geschraubt von Otto Reiter.
„Super schwer und anspruchsvoll“
Natürlich wollten wir wissen, wie das Trainingslager bei den Teilnehmenden ankommt – und haben uns vor Ort umgehört.
Joshua Uhl (16) von der DAV Sektion Heilbronn zieht ein positives Fazit:
„Es war ein sehr guter Lehrgang. Die eingeschraubten Routen und Boulder waren super schwer und anspruchsvoll. Jeder konnte in seinen Disziplinen richtig harte Routen und Boulder klettern. Das Trainerteam hat uns immer wieder sehr gutes Feedback gegeben. Genial waren auch die Kletter-Workshops mit verschiedenen Stationen, bei denen du immer neue Herausforderungen lösen musstest.“
Joshua ist Mitglied des Landeskaders Baden-Württemberg und gehört zudem dem Nachwuchskader U19 des Deutschen Nationalkaders an.
Auch Lukas Ebner (14) von der DAV Sektion Stuttgart zeigte sich begeistert von den Trainingsmöglichkeiten:
„Die Speedanlage hat bereits die neuen Griffe und es ist super, dass zwei Linien eingeschraubt sind. Hier kann man sehr gut trainieren – auch wenn es sehr heiß ist, denn man findet immer ein schattiges Plätzchen.“
Lukas ist Mitglied des Landeskaders Baden-Württemberg und des Nachwuchskaders U17 des Deutschen Nationalkaders. Er nimmt das ganze Jahr über an zahlreichen Lehrgängen und Wettkämpfen teil und war bereits bei internationalen Wettkämpfen am Start.
Gastfreundschaft gehört auch dazu
Ein Trainingslager dieser Art betrifft nicht nur die Athletinnen und Athleten. Viele Eltern nehmen weite Wege auf sich, um ihren Nachwuchs zu Lehrgängen und Wettkämpfen zu begleiten.
So auch Valérie von der DAV Sektion Ravensburg, die ihren Sohn Leo mit dem Camper von Kressbronn am Bodensee nach Heilbronn gebracht hatte. Während des Trainings nutzte sie die Zeit zum Lesen – und natürlich auch selbst zum Bouldern.
Besonders gefreut hat sie sich über den unkomplizierten Aufenthalt bei uns:
„Hier kann man super parken und wir konnten auch die Kühlschränke mitbenutzen. Es ist in Heilbronn alles so unkompliziert und es ist auch nicht selbstverständlich, dass man so empfangen wird.“
Ein gelungenes Trainingslager
Nach drei intensiven Tagen fällt das Fazit durchweg positiv aus. Das Trainingslager hat gezeigt, welche Möglichkeiten das Landesleistungszentrum in der Kletterarena Heilbronn für die gezielte Nachwuchs- und Leistungsförderung bietet.
Gleichzeitig war es eine tolle Gelegenheit für den Austausch zwischen Athletinnen und Athleten, Trainerteam, Eltern und unserer Sektion.
Ein herzliches Dankeschön an Jochen Perschmann und das gesamte Trainerteam, an alle Helferinnen und Helfer sowie an alle Beteiligten, die dieses Trainingslager möglich gemacht haben.
Wir wünschen allen Athletinnen und Athleten viel Erfolg bei den kommenden Wettkämpfen – und freuen uns schon auf das nächste gemeinsame Training in Heilbronn!
Mit sechs regionalen Landesstützpunkten und unserem Landesleistungszentrum (LLZ) für Sportklettern in Heilbronn verfügt Baden-Württemberg über eine starke Struktur für die Nachwuchs- und Leistungssportförderung.
Text: Thomas Pfäffle